Natur

Zwischen Streuobstwiese und Bergkulisse

Mooseurach ist einen Ausflug wert!

Landio, der online-Reiseführer für den ländlichen RaumDas weiß auch der neue Online-Reiseführer Landio für den ländlichen Raum, in dem Mooseurach als Ausflugsziel vertreten ist.

Eingerahmt von Streuobstwiesen und Weiden vor der Kulisse der nahen Alpen liegt Mooseurach in einem besonders anmutigen Flecken Oberbayerns. Diese Umgebung zu schützen, zu erhalten und zu beleben ist uns  ein Anliegen.

Die Extensive Rinderhaltung  ist nur ein Teil davon:

Streuobstwiesen – auch das gehört zur Artenvielfalt streuobstwiese1

Unser 90 jähriger Apfelgarten enthält einen  der größten und schönsten Streuobstbestände der Region. In ihm stehen typische Most-Apfelbäume wie der rheinische Bohnapfel, der heute kaum mehr angebaut wird. Er gibt dem Apfelsaft einen lebhaften und würzigen Gschmack. Unser  „Mooseuracher Apfelsaft“ wird vom Gartenbauverein Königsdorf gepresst und  im 5l oder 10l Karton abgefüllt und ist im Hofladen erhältlich.

Für die mitteleuropäische Biodiversität spielen Streuobstbestände mit über 5.000 Tier- und Pflanzenarten sowie über 3.000 Obstsorten eine herausragende Rolle. Charakterarten aus der Tierwelt, die auf Streuobstwiesen vorkommen, sind Steinkauz, Wendehals und Grünspecht.

Allen Streuobstbeständen gemeinsam ist die regelmäßige Nutzung sowohl der Hochstamm-Obstbäume (Obernutzung) als auch der Flächen unter den Bäumen (Unternutzung). Bei uns weiden  Schafe im Apfelgarten.

streuobstwiese in mooseurach

Die Apfelsorten im Mooseuracher Obstgarten sind vielfältig. Sie werden sehr alt und sind an die hiesigen Boden- und Witterngsverhältnisse angepasst.

Zu den Mooseuracher Apfelsorten gehören:

Gelber Edelapfel, Wachsrenette, Geflammter, Weißer Kardinal, Boskop, Rheinischer Bohnapfel, Roter Eiserapfel, Hibernal, Rote Sternrenette. Heute pflanzen wir  diese und andere gefährdete Sorten nach, damit der alte Garten noch lange blüht und Früchte trägt.

Auch in der Vogelwelt ist der Wohnraum knapp – Trafo-Häuschen für den Vogel- und Fledermausschutz

Das acht Meter hohe Trafo-Haus des Gutshofes Mooseurach leistete viele Jahrzehnte seine Dienste für die Stromversorgung. Seit 2006 dient dieser Turm als Brutplatz für Höhlenbrüter und Fledermäuse. Der Landesbund für Vogelschutz führte und führt Regie für die neue Nutzung.

„Zerstörung der Lebensräume und Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft haben zu einer gravierenden Verkleinerung der Biotope sowie zu einer Verschlechterung des Angebotes an Nahrung und Nistplätzen geführt. Der LBV bemüht sich um den Fortbestand natürlicher Nistplätze und bringt zusätzlich Nisthilfen für die verschiedensten Arten aus. Das LBV-Vogelhaus Mooseurach ist ein sichtbares Zeichen dieser Bemühungen.“ Aus: http://bad-toelz.lbv.de/ueber-uns/lbv-vogelhaus-mooseurach.html